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DEFAULT : Bericht Delegiertenversammlung der SVP des Bezirks Meilen
30.03.2016 08:49 ( 947 x gelesen )

Aktuelle Herausforderungen der Kantonspolizei Zürich

Der Kommandant der Kantonspolizei Zürich, Thomas Würgler, war Gastreferent im Anschluss an die o. DV  der SVP des Bezirks Meilen

Die Geschäfte der ordentlichen Delegiertenversammlung der Bezirkspartei waren fundiert vorbereitet und konnten diskussionslos und speditiv erledigt werden. Dies ist nicht zuletzt das Verdienst von Christian Hurter, der als neuer Präsident zum ersten Mal den Vorsitz hatte und sich mit grossem Elan in die neue Aufgabe eingearbeitet und die Versammlung souverän geführt hat. Nebst turnusgemässen Bestätigungswahlen wurden neu Christoph Mörgeli und Wolfram Kuoni in den Ausschuss gewählt.


In ihrer Ehrung hat die vormalige und langjährige Bezirkspräsidentin und heutige Kantonsratsprädidentin, Theres Weber die herausragenden Verdienste von Christioph Mörgeli im Nationalrat und in der SVP Schweiz gewürdigt und verdankt.
Das Wirken von Rolf Zimmermann als versierter und engagierter Finanzpolitiker in seiner Zeit im Kantonsrat wurde von Hans-Peter Amrein gebührend gewürdigt.

Zum öffentlichen Teil des Abends mit dem Kdt. der Kapo Zürich, Thomas Würgler, gesellten sich über die Parteigrenzen hinaus weitere Zuhörer.



Brennpunkte Flughafen und Hauptbahnhof und 59 Standorte im Kanton

Im einleitenden Überblick über den Einsatzbereich der Kantonspolizei nannte der Referent als Brennpunkte den Flughafen und den Hauptbahnhof Zürich. Gleichzeitig sei die Kapo kantonsweit an 59 Standorten für die Bevölkerung präsent; im Bezirk Meilen gebe es für die 11 Gemeinden 3 Standorte und zusätzlich den Verkehrszug Hinwil mit 50 Einsatzkräften. Die ganze Bandbreite polizeilicher Leistungen für die Bevölkerung sei in Zusammenarbeit mit der kommunalen Polizei gewährleistet.

Weiter führte Würgler aus, dass die Polizisten durch das elektronische Rapportwesen an die Gerichte von administrativen Arbeiten im Büro soweit wie möglich entlastet werden zu Gunsten der Arbeit an der Front. Dank elektronischer Hilfsmittel würden 95 Prozent der Verkehrsfälle am Ort geschrieben.

Der Personalbestand umfasse rund 2500 Polizeikräfte und 1800 zivile Mitarbeiter, wovon 250 Sicherheitsassistenten (v.a. für Sicherheitskontrollen am Flughafen), wobei der Referent auf den Grundsatz hinwies, dass innerhalb der Polizei alle gesellschaftlichen Kreise vertreten sein sollen.

Entwicklung der Kriminalität und öffentliche Wahrnehmung im Widerspruch

Würgler legte dar, dass die statistisch erfasste Kriminalität in den letzten 30 Jahren stetig abgenommen hat, was er auf das erfolgreiche Wirken von Gerichten, Staatsanwaltschaften und Polizei zurückführt. Auch die Verkehrsunfallstatistik bleibe trotz steigendem Fahrzeugbestand praktisch konstant bei rund 14000 Fällen pro Jahr. An der markanten Verminderung der Verkehrstoten von 200 vor 20 Jahren auf heute 35 pro Jahr zeige sich u.a. die Wirkung verstärkter Polizeipräsenz. Angesichts der zunehmenden Verunsicherung, welche die Bevölkerung empfindet, stelle sich die Frage, ob wir einer mediengesteuerten Verbrechens- und Unfallwahrnehmung unterlägen, meinte Würgler.

Terrorbekämpfung – Welche Möglichkeiten bestehen

Zur Frage, wie sich eine freiheitliche Gesellschaft vor Terror, wie in Paris, schützen kann, führte der Referent aus, das Tschihad-Reisenden bei uns ein Strafverfahren drohe. Das Problem westlicher Gesellschaften, wie z.B. in Belgien sei die mangelnde Integration von Einwanderern aus Problemregionen und die Entstehung von Parallelgesellschaften, was bei uns durch die integrationsbetonte Aufnahme von Migranten bisher vermieden werden konnte. Im weiteren sei es Aufgabe von Nachrichtendienst und Polizei die verdächtigen Personen zu kennen und deren Verbindungen
zu überwachen. Dazu bestehe ein permanenter Informationsaustauch zwischen Kanton und Bund.

Wie kann die Polizei die Sicherheit der Menschen garantieren?

Würgler erinnerte an den Mord auf offener Strasse in Pfäffikon 2011, welcher die Frage aufgeworfen hatte, warum diese Tat nicht verhindert werden konnte. Die Polizei unternehme jedoch alles, was in ihren Möglichkeiten liegt, um solche Taten zu verhindern und verwies auf die Voraussetzungen bezüglich Personal, Ausbildung u. und  Übung sowie Ausrüstung. Vom jährlichen Aufwand der Kapo von über 500 Mio. Franken würden 80 % auf Personalkosten entfallen. Die Kapo wolle bürgernah sein, vorausschauend denken und handeln, rasch und wirksam reagieren und für aufkommende Probleme eine zukunftsorientierte und beste Lösung finden und diese mit starken Partnern realisieren.

Abschliessend hatten die Zuhörer Gelegenheit, Fragen an den Referenten zu richten.

Es wurden u.a. Fragen zum Thema Ausschaffungen, Umgang mit abgetauchten Asylbewerbern aus dem Testzentrum in Zürich-Altstetten, Differenzierung von leichten und schweren Verbrechen in der Kriminalstatistik gestellt. Die konkreten Informationserwartungen der Zuhörerschaft wurden nicht ganz erfüllt, was ein gewisses Unbehagen hinterliess. Abschliessend durfte Thomas Würgler von Christian Hurter
im Namen der Versammlung den Dank und ein Präsent für sein Referat empfangen. (svp Bezirk Meilen, HM)


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